Knusper, knusper, Lebkuchenhäuschen

Mit kleinen Kindern macht man sich viele Gedanken darüber, welche weihnachtlichen Rituale und Traditionen man in die eigene kleine Familie übernehmen möchte. Ich habe sehr ausgeprägte Kinderheits-Erinnerungen an Weihnachten und wünsche mir das auch für meine Kinder.

Eine kleine Tradition, die ich erst durch meine Schwiegermutter kennen gelernt habe, ist das Backen eines Lebkuchenhauses in der Vorweihnachtszeit. Jedes Jahr steht bei ihr ein aufwendig bis ins kleinste Detail durchdachtes Hexenhäuschen. So richtig zu schätzen wusste das insbesondere die Hündin Pandora, die immer brav VOR dem Häuschen lag, bis man einmal feststellte, dass sie eben dieses – schlau wie sie war – von hinten angeknabbert hatte. Manch einer hat den Bau unseres Lebkuchenhauses auf Instagram verfolgt.

Was genau das Lebkuchenhaus mit Weihnachten zu tun hat, weiß wohl niemand. Ich hab mal kurz im Netz recherchiert, denn die Diskussion flammte auch beim Backen in diesem Jahr kurz auf: “wozu macht ihr das eigentlich?” fragte der Schwiegervater ein wenig empört ob der vielen Arbeit, die in so einem Häuschen steckt. Hänsel und Gretel knuspern an einem Häuschen. Und irgendwie scheint in dem Märchen der Gebrüder Grimm auch Winter zu sein. Aber egal. Es gibt eine ganze Menge Menschen, die Häuschen in dieser Art kaufen oder backen und das kleine Mädchen sowie ihre kleinen Besucher finden unser Häuschen toll und stehen mit leuchtenden Augen davor – da wird auch schon einmal heimlich der Zaun angeknabbert.

In der Familie meiner Schwiegermutter hat das Lebkuchenhause sogar eine sehr lange Tradition. Schon Kleinmädchens Ur-Großmutter backte köstliche Häuschen in der Weihnachtszeit. Ich nehme an, die vier Brüder meiner Schwiegermütter schwingen den Schneebesen zwar nicht, aber ihre Schwester ist ebenso eine leidenschaftliche Hexenhäuschen-Bäckerin. Ihr Sohn hat sich vor einem Jahr mal den Spaß gemacht und eine Sammlung der Lebkuchenhäuser-Fotos auf Facebook gepostet. Danke, dass ich sie hier zeigen darf! Sehr beachtlich! Meine Häuschen-Kunst hat jedenfalls noch Potential :).

 

Backt ihr auch ein Lebkuchenhäuschen? Zeigt doch mal her, über einen Link würde ich mich freuen.

Und was gibt es bei euch für Dinge und Rituale, die in der Weihnachtszeit nicht fehlen dürfen?

Weihnacht

“I lie awake and try to recall
How your body felt beside me”

Adventskalender

Eine wunderschöne Idee hatte meine Freundin Mercedes in London schon im letzten Jahr: Sie hat ihren Kindern einen Weihnachtsbuch-Advenstkalender gebastelt. Abgesehen von der herrlichen Umsetzung mit den hübschen roten Päckchen und Zahlen auf Kerzen, einfach auch inhaltlich eine entzückende Idee! Mercedes ist eine absolute Kinderbuch-Expertin, ich glaube sie besitzt so ziemlich alle Kinderbücher, die man sich vorstellen kann und macht immer wieder tolle Flohmarktfunde.

Ihr Weihnachtsbuch-Adventskalender enthält also für jeden Tag eine Weihnachstgeschichte, die sie den Kindern dann am jeweiligen Abend vorliest. Das tolle daran ist, wie es die Spannung der Kinder auf Weihnachten erhöht und der Adventszeit ein ganz besonderes Ritual verleiht – das tägliche Weihnachtsgeschichten-Lesen. Ich stelle mir vor, wie sie mit ihren Kindern schön eingekuschelt vor dem Kamin sitzt und verzaubernde Geschichten liest.

Schaut mal hier in ihrem Original-Posting, da sind auch einige deutsche Kinderbücher dabei. Natürlich erst einmal eine Investition, 24 Weihnachtsbücher anzuschaffen, aber dafür jährlich zu wiederholen!